Kategorie-Archiv: Aktuell

Bitte um Unterstützung

Liebe Anwohner*innen,

wir wenden uns heute erneut an Euch mit der Bitte um Unterstützung. Vor fünf Monaten wurde hier in Eurem Kiez, in der Lausitzer Straße 8, die Wohnung der fünfköpfigen Familie Gülbol zwangsgeräumt. Mit 831 Polizist*innen und einem Hubschrauber wurde diese Räumung gegen 1000 solidarisch protestierende Menschen durchgesetzt. Diese neue Eskalationsstufe staatlicher Durchsetzung von privaten Vermieter*inneninteressen hat das Thema Zwangsräumungen ins öffentliche Bewusstsein und in die Medien befördert.

Weiterlesen

Bericht von Toms Zwangsräumung in Staaken

Übernommen von Indymedia:

Die Zwangsräumung von Tom in Spandau-Staaken konnte gestern nicht verhindert werden. Zwischenzeitlich gab es kurze Hoffnung auf eine Gesprächsbereitschaft der Vermieterfirma, dann wurde die Blockade aber doch ruppig von der Polizei geräumt. Tom wurde von der Ypsilon-Liegenschaftsfonds-Verwaltungs-GmbH zwangsgeräumt und ist jetzt obdachlos, konnte aber die Nacht in einem Zimmer eines Wohnheims verbringen. In Staaken ist trotzdem ein bißchen was in Bewegung geraten. Aber der Reihe nach:
Weiterlesen

Heute 18 Uhr: Spontandemonstration in Spandau gegen brutale Zwangsräumung

Kommt zur Spontandemonstration gegen Zwangsräumung, Verdrängung und Polizeigewalt!
Heute abend | 18 Uhr | Rathaus Spandau (U-Bhf. Rathaus Spandau, U7)

Nur gegen entschlossenen Widerstand von Anwohner*innen und Aktivist*innen des Bündnis „Zwangsräumung Verhindern“ räumte die Berliner Polizei heute morgen gegen 9.30 Uhr die Wohnung von Tom im Pillnitzer Weg 15 im Bezirk Spandau Ortsteil Staaken.
Weiterlesen

PM: Widerstand gegen Zwangsräumung hat den Stadtrand erreicht

Heute wurde mit zweistündiger Verzögerung die Zwangsräumung von Tom im Pillnitzer Weg 15, in Spandau- Staaken, mit staatlicher Gewalt durchgesetzt. Vermieter ist die Ypsilon- Liegenschafts-Verwaltungs- GmbH.

Etwa 70 Nachbar*innen und Aktivist*innen des Bündnis Zwangsräumung Verhindern versammelten sich um acht Uhr morgens, um mit einer Sitzblockade die Zwangsräumung zu verhindern.
Die anrückenden Polizeikräfte entschieden sich in Anbetracht der vielen Menschen vor dem Hauseingang, sich zunächst zur Beratung mit der Gerichtsvollzieherin zurückzuziehen und Verstärkung anzufordern.
Weiterlesen

Pressemitteilung vor der Zwangsräumung in Berlin-Staaken am Montag

Zwangsräumung in die Obdachlosigkeit

Am Montag, den 15. Juli um 8 Uhr soll Tom B. aus seiner Wohnung im
Pillnitzer Weg 15 in Staaken (Berlin-Spandau) zwangsgeräumt werden.

Das Bündnis Zwangsräumung Verhindern kündigt solidarische Unterstützung an.
Weiterlesen

Still und leise ist nicht mehr – Kommt zu Toms Zwangsräumung!

Montag, 15.7., 07:30 Uhr pünktlich, Pillnitzer Weg 15, Spandau* Staaken in Spandau, Pillnitzer Weg.

Zwangsräumung in Spandau from ohnepunktundkomma on Vimeo.

Hunderte Mietwohnungen im Block. Früher städtischer Wohnungsbau bei der Degewo, vor einigen Jahren verscherbelt, viele Eigentümerwechsel, jetzt ist die Ypslion Liegenschafts-Verwaltungs GmbH im Besitz. Mit den privaten Eigentümern kamen die Probleme. In den Häusern wurde nichts mehr gemacht, die Mieten dafür angezogen. Entmietet wird, wo es nur geht. Der Mieter_innenwechsel ist hoch, der Leerstand auch. Der Neuvermietungspreis hat jetzt 13€/qm warm erreicht. Für die Ypsilon heißt das Profit, für die Mieter_innen Stress und Verdrängung.

Tom wohnt seit 11 Jahren in Staaken und ist dort bei der Mieter_inneninitiative. Er engagiert sich gegen die Zustände, informiert seine Nachbarschaft und schreibt einen kleinen Artikel im Lokalblatt der Linken. Für die Ypsilon wird er so zum Problem. Es folgen acht fristlose Kündigungen, bis eine Räumungsklage erfolgreich durchgesetzt werden kann. Auch die Arbeit der Mieter_inneninitiative wird verhindert.

Drei Tage vor der Zwangsräumung gibt es von Tom und Bündnis nochmal den Versuch eines Gesprächs mit der Ypslion vor Ort. Die Tür bleibt zu, es wird mit der Polizei gedroht. Die Zwangsräumung am Montag soll durchgezogen werden. Tom wünscht sich, dass das nicht ohne Öffentlichkeit, Protest und Widerstand passiert. Er will ein Zeichen setzen gegen hohe Mieten und Verdrängung. Und er will natürlich sein Zuhause behalten. Für ihn bedeutet diese Zwangsräumung den Gang in die Obdachlosigkeit.
Weiterlesen

Zwangsräumung in Hamburg – Harburg: 69-jähriger zum Auszug gezwungen

übernommen von Mietenwahnsinn stoppen!
Am heutigen Donnerstag, den 11.7. nahmen ab 8.30 Uhr etwa 50 Unterstützer_innen des Mieters Hans-Werner Mathies vor seinem Hauseingang im Hüllbeen 12 Platz, um seine für 10 Uhr angeordnete Zwangsräumung zu verhindern. Trotz vorangegangener Proteste nahmen weder die SAGA GWG als Eigentümerin des Gebäudes noch Fördern und Wohnen (f&w) als Vermieterin von der angesetzten Zwangsräumung Abstand.

Kurz nach Eintreffen der Gerichtsvollzieherin wurden die Unterstützer_innen von der Polizei unter Androhung von Zwangsmitteln aufgefordert das Grundstück der Hauseigentümerin SAGA GWG zu verlassen. Die Unterstützer_innen ließen sich jedoch von ihrem Anliegen nicht abbringen. Mittels Sitz- und Stehblockaden wurden mehrere Zuwege zum Haus blockiert. Nur durch das gewaltsame Vorgehen der Polizei konnten die Gerichtsvollzieherin, Vertreter_innen von f&w sowie Schlosser und Spediteur ins Gebäude gelangen. Im Zuge der Blockade der Zwangsräumung wurden zwei Minderjährige kurzfristig von der Polizei festgehalten und ihnen wurden Platzverweise erteilt.

Katharina Jung vom Bündnis „Zwangsräumung verhindern – Mietenwahnsinn stoppen“ sagt „Diese Zwangsräumung ist ein massiver Eingriff in das Leben eines fast 70-Jährigen. Die Saga und f&w entziehen sich mittels gegenseitiger Schuldzuweisungen ihrer sozialen Verantwortung. So wird Herr Mathies aus seinen Lebensverhältnissen gerissen.“ In vorangegangenen Gesprächen in dieser Woche wiesen sowohl die SAGA als auch f&w jede Verantwortung für die Zwangsräumung von sich. Schuld sei jeweils die andere Partei. Stattdessen erschienen zwei Vertreter_innen von f&w gemeinsam mit der Gerichtsvollzieherin und drohten Herrn Matthies mit der sofortigen Einlagerung seines Hab und Gutes. Dies konnte er nur umgehen, indem er einen Mietvertrag für eine ihm bisher unbekannte Wohnung in Stellingen sofort unterschrieb. „Das war Erpressung“, so Herr Mathies. Er freute sich über den Protest und die Solidarität der Unterstützer_innen.

Herr Mathies ist einer von noch wenigen verbliebenen Mieter_innen in den beiden Häusern. Der Vertrag zwischen f&w und der SAGA zur Nutzung der Häuser läuft aus. Folgemietverträge für diese Objekte werden von der SAGA kategorisch verweigert. „Die gezielte Entmietung dieser beiden Häuser lässt sich auch nach all den Aussagen der SAGA GWG nur dadurch erklären, dass die Mietpreise in dieser sogenannten guten Wohnlage weiter angehoben werden sollen, um so größtmöglichen Profit zu erzielen. Hierfür wird auch nicht vor menschenverachtenden Zwangsräumungen halt gemacht“, sagt Jung.

Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern – Mietenwahnsinn stoppen“ verurteilt dieses Vorgehen scharf und fordert die SAGA dazu auf, Herrn Mathies einen Folgemietvertrag für seine bisherige Wohnung anzubieten.

Das sagt die Presse:
Hinz&Kunzt: Zwangsräumung durchgesetzt
taz: Räumung durch die Hintertür
Hamburger Abendblatt: Mann will nicht ausziehen – Polizei räumt die Wohnung

Zwangsräumung verhindern in Hamburg

Nachdem es in Hamburg kürzlich eine öffentliche Talkshow auf der Straße stattfand formiert sich jetzt auch dort Widerstand gegen Zwangsräumungen.

Hier, bei Hinz und Kunzt, gibt es einen Artikel über den Hintergrund: Protest gegen Zwangsräumung – Erster Bündnisfall

Website des Bündnisses „Mietenwahnsinn stoppen“ in Hamburg

Wir freuen uns, dass es in immer mehr Städten was tut und schicken solidarische Grüße aus Berlin an alle, die sich gegen unsoziale Mietenpolitk und Zwangsräumungen einsetzten und wünschen euch viel Erfolg in Hamburg!

Update:
Über Twitter kam eben die Info:

Mietenwahnsinn.de ‏@wohnraum_hh
#Zwangsrämungenverhindern: Etwa 50 UnterstützerInnen bereits am #Hüllbeen12. Polizei verweist Leute vom Grundstück.

Mietenwahnsinn.de ‏@wohnraum_hh
#Zwangsräumung von Hans-Werner M. wurde mit Hilfe der Polizei durchgesetzt. M. muss Harburg verlassen und ans andere Ende der Stadt ziehen.

Kundgebung auf dem Ku‘damm

Kundgebung gegen Zwangsräumung vor dem Büro der Cavere Estate GmbH, Kurfürstendamm 103/104, 10711 Berlin. Und hier ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=yp2C4KCGG58

Weiterlesen

Offene Briefe und Besuch wegen Zwangsräumung bei HOWOGE

UPDATE: Heute am Do., 06.06.2013, hat die HOWOGE die Räumung für 4 Wochen ausgesetzt. Tags zuvor hatten mehrere Aktivist_innen des Bündnisses „Zwangsräumung verhindern“ zusammen mit Steve M. die HOWOGE besucht. Jetzt muss das Jobcenter die 100% Kürzung zurücknehmen.

Steve M. soll am Donnerstag, den 13.06.2013, zwangsgeräumt werden. Er bat das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ um Unterstützung, gemeinsam mit ihm die Zwangsräumung zu verhindern.

Hintergrund der Zwangsräumung ist eine Kündigung wegen Mietschulden. Diese entstanden, da das Jobcenter wegen Unstimmigkeiten mit Steve M., dessen Bezüge, wahrscheinlich rechtswidrig, zu 100% kürzte. Das Jobcenter nahm die Obdachlosigkeit und damit die Zerstörung des zukünftigen Lebensweges des 20-jährigen billigend in Kauf.

Als ersten Schritt die Zwangsräumung zu verhindern haben wir heute, Mi. 05.06.2013, 2 offene Briefe verschickt bzw. überbracht.

Ein Brief mit der Bitte um Unterstützung an das BA Lichtenberg, die BVV Lichtenberg, die Fraktionen der Parteien der BVV Lichtenberg, die Wohnungspolitischen Sprecher der Parteien im AGH Berlin, die Fraktionen der Parteien im AGH Berlin, die Mieterbeiräte der HOWOGE.

Einen weiteren Brief mit der Forderung die Zwangsräumung auszusetzen, überbrachten mehrere Aktivist_innen zusammen mit Steve M. der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE. Diese verweigerte eine direkte Übergabe an die Geschäftsführung, aber eine Vertreterin der Kommunikationsabteilung und ein Vertreter der Rechtsabteilung waren zu einem Gespräch bereit.

Diese machten die Aussetzung der Räumung von einer Mietschuldenübernahme des Jobcenters abhängig und boten zur Unterstützung beim Jobcenter die Hilfe einer HOWOGE-eigenen Sozialarbeiterin an. Auf die Erwiderung des Bündnisses, dass die Räumung während der Verhandlung mit dem Jobcenter ausgesetzt werden muss, meinten sie, dass sie das nicht entscheiden könnten. Sie wollten dies aber bis Donnerstag, 06.06.2013, innerhalb der HOWOGE klären.

Wenige Stunden später bot die HOWOGE einen Termin für Donnerstag, 06.06.2013, um eine Vereinbarung zur Aussetzung der Räumung für 4 Wochen zu unterschreiben.

Die offenen Briefe im Wortlaut… Weiterlesen

Infos zur drohenden Zwangsräumung in der Skalitzer Str.

übernommen von Kotti & Co.

Im Oktober 2011 gab es einen Brand über der Wohnung der Familie Ö. in der Manteuffelstr.
Der Brand verwüstete die Wohnung der Familie Ö. vollständig. Feuer, Rauch und Löschwasser kamen in die Wohnung.
Eine grundlegende Sanierung und eine Umsetzung der Familie wurden notwendig.
Das Haus in der Manteuffelstr. 13 gehört der GSW. Die Familie wurden in die Skalitzer Str. am Kotti umgesetzt.
Das Erleben des Brandes führte bei der Mutter und den Kindern zu Traumatisierungen. Allein der Gedanke an Rückzug in die alte Wohnung führte zu starker nervlicher Belastung.
Für die Umsetzwohnung gibt es nur eine Nutzungsvereinbarung, keinen eigenen Mietvertrag.
Wegen der Angst vor Doppelmietzahlungen hat die Mutter den alten Vertrag gekündigt. Ein neuer für die Skalitzer Str. wurde in Aussicht gestellt.
Der dringende Wunsch in der neuen Wohnung bleiben zu können wurde der GSW mehrfach mitgeteilt.
Die Miete wurde immer pünktlich überwiesen.
Die bürokratischen Auflagen der GSW wurden nicht immer verstanden; die nervlichen Belastungen taten ein übriges, denn Frau Ö. muss ja drei Kinder versorgen (5,9, und 13 Jahre alt!!)
Die Antwort der GSW auf solche Probleme ließ nicht lange auf sich warten: Statt die Familie zu unterstützen bekam diese vor einer Woche die Mitteilung, dass sie am 24.6. zwangsgeräumt wird.
Es ist hier nicht die Frage, ob das Verfahren möglicherweise juristisch einwandfrei ist; sondern es geht darum, dass eine Familie mit schulpflichtigen Kindern in der Umgebung bleiben kann, die für die Kinder wichtig ist. Die alleinerziehende Mutter mit drei schulpflichtigen Kindern braucht einen festen Mietvetrag für ihre Wohnung..
Die Zwangsräumung muss durch die GSW zurückgenommen werden.

Von Indymedia: „Viele Zwangsräumungen verhindert“

Vor ein paar Tagen gab es einen kleinen Bericht bei der alternativen Veröffentlichungsplattform Indymedia. Den wollen wir unseren Blog-Leser*innen natürlich nicht vorenthalten:

In den letzten Wochen ist es ruhiger geworden um die Proteste gegen Zwangsräumungen. Dies hat einen simplen Grund. Die meisten Zwangsräumungen in letzter Zeit konnten erfolgreich verhindert werden (Anmerkung: Natürlich nur die, bei denen das Bündnis interveniert hat). Die vorangegangenen Blockaden und Aktionen haben einen großen Druck aufgebaut, sowohl öffentliche Wohnungsbaugesellschaften als auch private Vermieter versuchen nun einer Blockade aus dem Weg zu gehen und sagen deswegen Zwangsräumungen ab. Die abgesagten Zwangsräumungen sind zunächst ein großer Erfolg und besonders für die Betroffenen eine sehr große Erleichterung. Die generelle Entwicklung von steigenden Mieten und Verdrängung in Berlin und vielen anderen Städten ist damit aber noch längst nicht gestoppt. Die Praxis des Zwangsräumungsbündnis hat sich aber als äußerst erfolgreich herausgestellt. Nun hat sich in Nordrhein-Westfalen der erste Ableger gegründet, es ist zu hoffen, dass auch weitere Kämpfe von den Erfahrungen profitieren können.

Weiterlesen

Do. // 16.05. // Go-In abgesagt

Das Go-In am Donnnerstag, den 16.05. findet nicht statt. Danke für Eure Solidarität. Gegenwärtig sucht Stadt & Land nach einer Wohnung für Zeinab.
Achtet auch weiterhin auf Ankündigungen. Für weitere Infos werden Leute vor Ort sein.

EigentümerInnen-Besuchs-Demo // Sa. // 11.05. // 17 Uhr

Update: Langer Samstag für Zwangsräumung verhindern – Aktivist_innen. Erst zum Fußballspiel Babelsberg gegen Wacker Burghausen, trotz super Stimmung hat Babelsberg leider 0:4 verloren. An den Ultras lags bestimmt nicht. Dann um 17 Uhr eine laute EigentümerInnen-Besuchs-Demo in Nikolassee.

Mehr zum Hintergrund
Weiterlesen

Zwangsräumung vorläufig verhindert. Keine Blockade am 29. April!

Die Zwangsräumung von Zeinab A. und ihrer Tochter wurde nun offiziell von der zuständigen Gerichtsvollzieherin verschoben. Daher ist die Blockade am 29. April abgesagt. Zeinab und ihrer Tochter wurde von Stadt und Land ein mündliches Wohnungsangebot im Kiez unterbreitet. Am 15. Mai wird eine Besichtigung stattfinden, dann werden beide entscheiden, ob die Wohnung ihren Bedürfnissen entspricht. Wegen ihres Gesundheitszustandes ist Zeinab auf einen Aufzug angewiesen. Sollte das Angebot nicht passen und keine Alternative gefunden werden, hat Stadt und Land einen neuen Räumungstermin für den 3. Juni 2013 angesetzt.

Wir gehen allerdings davon aus, dass Stadt und Land bis zum neuen Räumungstermin bemüht und in der Lage ist, eine geeignete Wohnung anzubieten. Daher sind vorläufig alle Aktionen zur Hermannstr. 208 seitens des Bündnis Zwangsräumungen verhindern ausgesetzt. Das Bündnis wird den weiteren Verlauf der Situation beobachten und Zeinab und Maya solidarisch zur Seite stehen.

Weitere Infos folgen!

Erste Berichte von Rosemaries Beisetzung

Vom Mietenstopp-Blog:

Heute vormittag ist Rosemarie Fliess begraben worden. Die Trauerfeier war gezeichnet von tief bewegenden Reden in ihrem Gedenken und von Liedern und literarischen Zitaten, die sie sich selbst einmal ausgesucht hatte. Ein paar Ausschnitte der Feier können auf Youtube angeschaut werden.

Rosemarie Fliess starb am 11. April, zwei Tage nach der Zwangsräumung ihrer Wohnung, in einer Notunterkunft für Obdachlose. Der Verlust ihrer Wohnung hatte sie umgebracht.

Rosemarie kann nun auf dem Friedhof I der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde besucht werden. Ihr Grab ist nahe dem Eingang Zossener Straße, in dem Bereich des Friedhofs, der der Heilig-Kreuz-Kirche am nächsten ist.

sonstige Presse und Blogs

rbb: Nach Zwangsräumung gestorbene Frau beigesetzt
kopperschlaeger: Ruhe in Frieden, Rosemarie Fliess!
Junge Welt: Tod nach Zwangsräumung

Beerdigung von Rosemarie am Freitag um 11 Uhr auf dem Jerusalem-Friedhof

Am Freitag, den 26. April, wird Rosemarie Fliess auf dem Jerusalem-Friedhof (Mehringdamm 21, 10961 Berlin) um 11 Uhr beerdigt. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ ruft dazu auf an der Beerdigung teilzunehmen. Im Anschluss an die Beerdigung findet auf dem Blücherplatz ein Picknick im Gedenken an Rosemarie Fliess statt. Dort wollen wir gemeinsam essen und uns austauschen. Bringt Essen und Blumen mit!

Rosemarie war verzweifelt und wusste, dass sie ihre Wohnung verlieren würde. Als sie von den Protesten für Familie Gülbol las, kam sie zu einer Demonstration von „Zwangsräumung verhindern“ am Kottbuser Tor. Seitdem war sie mittendrin im Mieter*innenkampf. Sie protestierte gegen die Räumung der Familie Gülbol auch am Tag der Räumung. Sie besuchte mit vielen Anderen die Gerichtsverhandlung der Linienstraße 206, einem bedrohten Hausprojekt. Bei der Räumung in der Reuterstr. 2 saß sie vor dem Haus, um zu blockieren, auch wenn sie schon sehr schwach war.

Rosemarie hatte angekündigt, im Falle einer Räumung nicht weiterleben zu können. Zwei Ärzte attestierten ihr nicht umzugsfähig zu sein. Die Räumung hat sie endgültig zerbrochen. Gericht, Vermieter, Polizei, Sozialamt – alle haben ihre Räumung vorangetrieben, niemand hat sich darum gekümmert, wie die Situation für sie nach der Räumung sein wird.

Diesen unmenschlichen Zuständen setzen wir unsere Solidarität entgegen. Kommt zahlreich zur Beerdigung und zeigt, dass Rosemarie nicht vergessen wird. Wir ehren sie, indem wir weiter kämpfen!


Traueranzeige zum Download (Farbe)

Traueranzeige zum Download (s/w)
Und hier zum ausdrucken: in Farbe und in Schwarz/Weis

Wollte Rosemarie Fliess “sich nicht helfen lassen”?

Sehr lesenswerter Artikel, übernommen vom Wohnstreik-Blog
Dort gibt es auch noch mehr Einschätzungen zu Wohnbaugesellschaften, Sozialindustrie und Jobcenter…

Kaum ist Rosemarie Fliess tot, schockieren uns “Enthüllungen” darüber, wie sie sich nicht dabei “helfen” lassen wollte, ihre Wohnung still und leise zu räumen, ohne daß sich irgendjemand ein Gewissen daraus machen müßte.

Das schockierende daran ist, daß Beteiligte und Presse ganz selbstverständlich davon ausgehen, das Publikum würde es schweigend schlucken, daß die Täter in Wirklichkeit die Opfer sind und Frau Fliess selbst an allem schuld ist.
Birgit Hartig, die Vermieterin, die schlicht und einfach für diese Wohnung andere Pläne hatte, als eine alte, kranke, verarmte Frau drin wohnen zu lassen, stellte sich im rbb selbst als jemand dar, der furchtbar gerne helfen wollte. Frau Fliess hätte diese “Hilfe” jedoch nicht gebraucht, wenn Frau Hartig ihr nicht die Wohnung weggenommen hätte.
Weiterlesen

Pressemitteilung: Öffentlicher Druck wirkt: Zwangsräumung am 29.04. in der Hermannstr. 208 wahrscheinlich ausgesetzt – schriftliche Bestätigung steht noch aus

18. April 2013: Öffentlicher Druck wirkt: Zwangsräumung am 29.04. in der Hermannstr. 208 wahrscheinlich ausgesetzt – schriftliche Bestätigung steht noch aus.

Weiterlesen

GEWOBAG setzt Zwangsräumung in Charlottenburg nach Intervention des Bündnisses aus!

Räumung und Blockade für Donnerstag, 18. 04. um 9.45 Uhr in der Hofackerzeile 2A in 13627 Berlin ausgesetzt!

Um 11 Uhr heute morgen kamen Mohamed S., 5 Aktivist_innen, 2 Kameraleute und ein Fotograf am Bottroper Weg 2 bei der GEWOBAG an. Die Polizei war bereits mit einem Großaufgebot mit einem Dutzend Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die GEWOBAG war mit Geschäftsführer Hendrik Jellema, Pressesprecherin und 2 weiteren Mitarbeitern vor dem Haus, um das Bündnis zu empfangen. Nach einem kurzen Gespräch setzte der Geschäftsführer die Räumung für morgen aus und Gespäche mit Mohamed S. an, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.



Dazu gibt es auch eine Pressemitteilung von uns:
Weiterlesen